LETZTE MÖGLICHKEIT, DIE AUSSTELLUNG ZU SEHEN – SONNTAG, 28. SEPTEMBER
Erleben Sie eine einzigartige Retrospektive mit Werken von Carl-Henning Pedersen, die noch nie zuvor ausgestellt wurden!
Wenn das Kunstmuseum Skive am 17. Januar 2025 seine Pforten öffnet, wird es eine überschwängliche Ausstellung mit Werken des international bekannten Künstlers Carl-Henning Pedersen zeigen. Die retrospektive Ausstellung zeigt frühe experimentelle Werke aus den 1930er Jahren und verfolgt die Entwicklung zu den ruhigeren Kompositionen der 1990er Jahre. Die Ausstellung ist eine Reise von den ersten malerischen Versuchen des Künstlers auf der Leinwand bis hin zu einer reifen und geübten Linie.
Wir alle kennen seine poetischen, geschwungenen und schmelzenden Linien, die von Freude und Energie erfüllt sind. Carl-Henning Pedersens grundlegendes Projekt ist sein ganzes Leben lang dasselbe geblieben: sich als Künstler seinem innersten Kern zu öffnen und sein Inneres durch die Kunst mit der Welt zu teilen. Spontaneität ist der Schlüssel zu Carl-Henning Pedersens innerem Selbst. Er malt aus Lust, und unmittelbare Impulse leiten seine Pinsel- und Farbwahl. Die Bilder werden sozusagen zu einer direkten Einladung an den Geist des Künstlers.
Carl-Henning Pedersen malt seine ausdrucksstarken Bilder aus Lust und angeblich nie, wenn er schlecht gelaunt ist. Daher strahlen die Bilder Lebensfreude aus. Die Freude an der Farbe verblasste jedoch während des Zweiten Weltkriegs, und die dunklen, unruhigen und melancholischen Bilder sind ebenfalls in der Ausstellung vertreten. Von 1948 bis 1953 gehörten er und seine erste Frau, die Künstlerin Else Alfelt, zusammen mit Asger Jorn, Egill Jacobsen, Henry Heerup und anderen der abstrakt-expressiven CoBrA-Bewegung an. Die Gruppe prägte die Kunst nachhaltig, indem sie sich von der Spontaneität afrikanischer Kinderzeichnungen und Masken inspirieren ließ und damit eine Gegenreaktion auf die akademische Tradition des Westens darstellte.
Nach dem Krieg und der kollektiven Bildungsreise kehrte er zu den fröhlichen, leuchtenden Farben zurück, die Lebensfreude ausstrahlen und zu seinem Markenzeichen wurden.
Farben sind für Carl-Henning Pedersens Werk von wesentlicher Bedeutung. Er sehnt sich nach Farbe und schwelgt in heftigen Kontrasten, die mit pastosen Pinselstrichen auf die Leinwand gebracht werden. Die Farbgebung ist klar und rein, und die Farben liefern sich kontrastreiche Ringkämpfe. Es gibt nicht viele Künstler, die das dunkelste Blau so schillernd, poetisch und leuchtend erscheinen lassen können wie Carl-Henning Pedersen.
Zu Beginn von Carl-Henning Pedersens Karriere sind die Figuren auf der Leinwand mit klaren schwarzen Konturlinien umrissen, die sich im Laufe der Zeit in weiße Ränder auflösen. Das Weiß lässt die Figuren auf der Bildfläche schweben, als würden sie über den Rahmen der Gemälde hinausreisen. Es ist immer ein nach oben strebender, energiegeladener Flug, der das Irdische verlässt. Die Gestalten sind oft fliegende Vögel, Pferde, Fabelwesen, Traumvisionen und Masken etc. Die er mit Augen belebt. Obwohl der Vogel und das Pferd ein Lieblingsmotiv von Carl-Henning Pedersen sind, handelt es sich bei allen Fantasiewesen um unterschiedliche Individuen. Die Ausstellung bietet Erlebnisse in Carl-Henning Pedersens Fantasiewelt voller Türme, Schlösser, Sterne und Sonnen. – Ein märchenhafter Kosmos, der den Betrachter wie die Märchen auf eine spirituelle Reise mitnimmt, die sich mit den wichtigsten Gefühlen des Lebens beschäftigt.
Die Gemälde von Carl Henning-Pedersen sind eine Leihgabe der Carl-Henning-Pedersen-Stiftung.


